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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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365
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III. Recenfionen. 265

wird sie diese wilde Blume in Sch Wiebus, inFraustadt, in G ! o g a u vcrlaßner finden, oderunter den Vornehmen der Hauptstadt, deren Vor-tcefflichkeiten sic rühmte? Man lese den letztenThcil der Lebensbeschreibung mit Vergleichung derGedichte, die zu ihm gehören, und übersehe ja da-bei nicht S. r 85 . 188. 235 . vor allem S. r 53 .rög.

Ein sonderbares Gefühl drangt sich uns beidieser Vergleichung auf. Die besten Gesänge sangdie Karschin in den Jahren 1761. 62. vielleichtnoch bis 1768. Da hirlt sie sich an große Ge-genstände; die bewundernde Aufmunterung ihrerFreunde hob sie gleichsam über sich selbst empor.Als sie durch ihre oder durch fremde Schuld sichüberlassen blieb, oder gar nur lobte, nur rühmte,da sank ihr Flug. Der steigenden Lerche fehltedie Himmelsluft, die ihren Gesang weckte. Un-streitig sind die Gedichte, die sie in den Jahren derFreundschaft mit Gleim, Sulzer, Bach mannu. f. dichtete, die vorzüglichsten unter allen; Gleiminsonderheit ward auch dadurch ihr größester Wohl-thätcr, daß er ihrer Harfe die kühnsten, die seelen-vollstcn Töne entlockte.

Will man von den Gedichten unsrer Sängerinmit einiger Billigkeit reden, so muß man in ihnenNatur und Kunst unterscheiden. Alle reinenEmpfindungen über Gegenstände der Schö-pfung , über Gott, Vorsehung, über die Schicksaleund Erfahrungen ihres eignen Lebens, über Men-schenpflichten, über sich selbst, so wie auch über