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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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III. Recensioncn.

sin, wie weit diese Einschränkung reiche? Daswahre Lied ist für alle, und muß für allcseyn:sonst kein wahres Gebet, kein Gespräch mit Gott,kein Lied. Indessen, da alles auf Erden unvoll-kommen ist, da das beste Gute bei uns in Hül-sen individueller Umstande wachst, undwachsen muß; so wird sich auch jeder gute Leser leichtund gern an des Dichters Stelle setzen, und d,n-ken :Lav ater machte diese Lieder zuerst fürsich!" Da war nun das feine Spracbe,sein reicher Fluß des Herzens, der Ausguß sei-ner Lcbensumstande, seiner Noch. Das all-gegenwärtige, alles durchsühlendc Drgan der Liebe,und Mitempnndung verstand ihn, und jeder mußdie Lieder brauchen, daß Gott auch ihn verstehe,d. i. daß Er etwas dabei empfinde, cigcnthümlichaus seiner Seele heraus denke, und sich nicht densanften Wortwcllcn eines andern überlaste; sonstwird er ein tonendes Erz und eine Schelle am Tem-vcl zu Dodona.

Lavatcr hat ein Verzeichn vonwünsch baren Liedern (soll wobl heißen von ge-wünschten Liedern, oder von Liedern, die zuwünschen waren) hinzugcsügt, und jeder Gattungdie Art und den Ton bestimmt, in dem sic seynmüssen. Es sind Arten, jede hat wieder ihreMaterien, die oft über die 20 und einmal bis 5 nsteigen ein weites Feld! Er hat auch einigeJünglinge und Dichter genannt, und dazuum Beihülfe angerufen trefflicher, gutgemein-ter Anruf; was er geben werde, wird die Zeit leh-ren! Ein Mensch, der sich hinsetzt und sagt: ich