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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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HI. Rccensionen.

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der meisten neologiscbcn Lieder, nicht ganz ge-falle. Meistens hat Klopstock diesen Ton angegeben,und so vortrefflich dieser Ton, als Dichtkunst,als lyrisch er Schwung, seyn mag; so hater für ein Lied, für ein bloßes simples Andachts-lied, das Gebet, das höchste Einfalt und Naturseyn soll, zu viel Dichtkunst. Es nannte je-mand Klopstocks Dichtersprache eine P andoren-büchse von Hexameter-Formeln, und ichweiß nicht, ob ganz unrecht? Es ist ein Flug inBildern, eine Fluth säuselnder oder strömenderEmpfindung, eine Beredsamkeit, eine Sv adein Klang, Reim, Wendung und Harmonie auchin diesen Lav ater scheu Liedern, daß ein armerstummer Zöllner mit seinem einsylbigen Gebet, oftnicht weiß, wo er aus oder ein soll? Wennswahr ist, daß der erstickte Seufzer mehr töneund rufe, als der zu Fluß und Guß gebrachte:wenn die gottgefälligen Opfer mchr in der todtenAsche eines zerknirschten Herzens, als im harmo-nicnreichcn Köcher der Seraphim sind; so ist gewißeine Zeit zu erwarten, wo der große und stille Laut-rer aller Dinge auch bei der reichen Ausgeburt un-serer neuesten zwei Olympiaden, den Kirchenlie-dern sitzen wird und schmelzen, und Schaum vomSilber wegthun. Unser Christenvolk, derarme Haufe, der von solchem hohen Geschmackdichtrischer Wendungen und Empfindun-gen noch nicht weiß! Doch diese Lieder triffrsweniger! »yd denn sind auch die meisten ja nurzur Privatandacht solcher Christen bestimmt, diean die Sprache und Empfindungen gewohntsind. Nun kann's ich freilich noch nicht begrci-