III. NecensioneN.
55.1
Buch zu einem Muscuni: denn das Feinste injeder Sache ist Verhältnis, Maas des Umrisses injeder Bewegung. Wer einige von Gluck, Schulz,Reicb ard, Kunz u. a. glücklich componirte LdeNKlopsiocks in diesem böhern Rhythmus gehört bat-wird auch im Lesen der andern nichts weniger alsimmer denselben Trott erwarten. Rückt die Lese-und Bezeichnungskunst einst weiter als siebisher gekommen ist: so wird man wahrscheinlich
auch eine Manier finden , jedes lyrische Srück nachGehalt und Ton charakteristisch zu bezeichnen.
Drittens. Gesinnungen sinds, die je-des Kunstwerk eines denkenden Wesens als göttlichoder als gemein charaktcrisiren: Klopstock darf sichin keinem seiner Werke seiner Gesinnungen schä-men. Seine jugend ichen Gesänge hauchten einejugendlich-paradiesische Liebe; mit dem Händedruckder männlichen Freundschaft schlossen sich andre demLeser ans Herz: andre belebte Religion und eine
heitre richtige Weit heit; die hier zuerst erscheinendenStücke aus dem reiften Ä.ter des Dichters verläug-Ncn ihre jüngeren Schwestern nicht; der süße Mostist guter alter Wein worden, im goldnen Becherdeutscher Treue, mit griechischen Rosen umlaubt.Also herrschen in diesen neuen Gedichten
i) Va t e rla tt d s g e si n nung eN. Jeder-mann kennet Klopstocks Denkart hierüber aus denaltern Stücken und (Eins für alle zu nennen) ausden Einzigen: Mein Vaterland. kB, i. S.296.) In den neueren Gedichten spricht diese Herr-
Herders W. Lit. ».Kunst. XIH. Z