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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
349
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HI. R ecen si onkn. ZgA

schrecklichsten Vorfälle der neuern Jahre trifft, andenen der Dichter mit ganzer Seele Theil naknn,welche Welt steht vor uns da, verschieden in jeden«Gedichte! Um über diesen Reichthum nur einigesbestimmt zu sagen, (eine Anzeige, wie sie seynsollte, würde ein Buch,) mag folgendes genugseyn r

Erstlich. Alle diese Stücke, kleinere undgrössere, die in der jetzigen Ausgabe korrect, reinund schön dastehn, sind lyrische Gedichte, d. i. Ge-sang. Also erhebe man die Stimme und lese sievor, auch wenn man sie sich selbst liefet. Soheben sie sich vom Blatt und werden nicht nurverständlich, sondern lebendig, im Tanze der Sal-ben eine Gedankengestalt, sich schwingend auf undnieder; in den meisten Fällen aber, vom einfachenLaut an bis zur Vollesten Modulation, werden sieein sich vollendender Ausdruck der Empfindung. Da-zu sind hie und da Sylbenmaaße vorgesctzt, undauch im Eontext, wo es nöthig war, einzelneSylbcn bezeichnet. Das Auge soll nicht stummlesen; sondern was Laut des Herzens ist, soll Lautwerden. Klopstocks Nkise, wie sie vor dieser Aus-gabe sich zeigt, als Harfenspielerin und SängerinSiona oder als Weissagerin Teuton (ein vor-treffliches Bild in einer schönen Stellung!) ist Red-nerin ans Herz, die von jedem Bilde der Empfin-dung gleichsam nur den See len laut nimmt undihn dem Ohr.bald zulispelt, bald zutönet. Um die-ser Kunst iune zu werden, lese man die Oden, indenen Klopstock sie selbst entwickelt hat, im erstenBande Siona (S. 20L.) Sponda ( 21 r.)