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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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341
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III. Rccensionen. 3,^i

Dem Rec. ist vor einigen Jahren ein BogenKlopstockischcr Sylbenmaaße zu Gesicht gekommen,da, (cs waren die meisten von diesen) hinter (Zeilelind Strophe das Verhältnis der langen und kurzenSylben bemerkt und also die Harmonie ausge-zahlt war Aber außer der Harmonie wird wohlalso die Melodie berechnet? kommt hier nichtalles auf die Succession der Tone, auf dasEntwickeln des Gesanges der Seele, undder Bedungen des Herzens an, wo wirfreilich hinten nach auch immer die vorige Propor-tion finden; aber gewiß nicht umgekehrt, sonst wäreder tiefste Berechner auch immer der melodievollsteTonkünstler.

Noch weniger stehet man, ist hier von den» so-genannten lebendigen Laut und Ausdruckdie Rede, d. st von der mnsikalifchcn Zustimmungder Worte zum Sylbenmaaße: In der ist Klop-stock allemal Meister, und auch die verflochtensten,sich stcmmendsten Strophengänge sind hier thcils miteiner Macht durchgetrieben, daß die Worte mit ih-rem Klange gleichsam wie Orpheus Steine undFels folgen müssen: thcils auch so tief in den In-halt gewebt, daß wir z. E. jenem Sylbenmaaße un-ter dcn Gestirnen (S. 5 ^) jenen zwei letzten sokünstlichen, knotenvollcn Zeilen der Stinten-blirg (S. 237) der Barden S. 287 den Zeilender Ode, unsre Fürsten (S. 223 ) u n sr eSprache (S. 2g 1 ) des S c h l a c h t g c s an g e s(S. 2v5), des Eislaufs u. s w. gut werden,weil uns die Materie entschädigt und gleichsam überStock und Stein gewaltig mitreißt. Es wäre also