altere deutsche Dichter.
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Traum dir Ort und Zeit schwinden? was das alsofür unwesentliche Dinge, für Schatten gegen das,was Handlung, Wirkung der Seele ist, seynmüssen? wie es blos an dieser Seele liege, sichRaum, Welt und Zeitmaaß zu schaffen, wie undwo sie will? Und haltest du das nur Einmal indeinem Leben gefühlt, wärest nach Einer Viertel-stunde erwacht, und der dunkle Rest deiner Traum-handlunaen hatte dich schwören gemacht, du habestNachte hinweg geschlafen, geträumt und gehandelt!— dürste dir Mahomeds Traum, als Traum,noch Einen Augenblick ungereimt styn! und wärecs nicht eben jedes Genies, jedes Dichters, und deSdramatischen Dichters imonderbcit Erste und Einzi-ge Pflicht, dich in einen solchen Traum zu setzen?Und nun denke, welche Welten du verwirrest, wenndu dem Dichter deine Taschenuhr, oder dein Visi-tenzimmer »erzeigest, daß er dahin und darnach dichträumen lehre?
Im Gange seiner Begebenheit, im orflinskuncsssivoruin und simultaneorurn seiner Welt,da liegt sein Raum und Zeit. Wie, und wo ecdich Hinreise? Wenn er dich nur dabin reist, daist seine Welt. Wie schnell und langsam er dieZeiren folgen lasse; er laßt sie folgen; er drückt dirdiese Folge ein: das ist sein Zeitmaaß — und wie,ist hier wieder Shakespeare Meister! langsam undschwerfällig fangen seine Begehen!,eiten an, in sei-ner Narur wie in der Natur: denn er giebt di.se
nur im verjüngten Maaße. Wie mühevoll, ehe dieTricostdern in Gang kommen! je mehr aber, wieHerders W.Lir.u.Kunst. Xlli. T