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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
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II. Andenken cm einige

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nordische Menschen! Mir ist, wenn ich ihnleie, Theater, Akteur, Koulisse verschwunden! Lau-ter einzelne im Sturm der Zeiten wehende Blatteraus dcm Buch der Begebenheiten, der Vorsehungder Welt! , inje.ne Gepräge der Völker, Stan-de, Seelen! die alle die verschiedenartigsten und ab-getcmntcst handelnden Maschinen, alle was wirin der Hand des Weltschöpfers sind unwissende,blinde Werkzeuge zum Ganzen Eines theatralischenBildes, Einer Größe habenden Begebenheit, dienur der Dichter überschauet. Wer kann sich einengrößcrn Dichter der nordischen Menschheit und indem Zeitalter! denken!

Wie vor einem Meere von Begebenheit, woWogen in Wogen rauschen, so tritt vor seine Büh-ne. Die Auftritte der Natur rücken vor und ab;wirken in einander so disparat sie scheinen; bringensich hervor, und zerstören sich, damit die Absichtdes Schöpfers, der alle im Plane der Trunkenheitund Unordnung gesellet zu haben schien, erfüllt werde> dunkle kleine Symbole zum Sonnenriß einerTheodicee Gottes. Lear der rasche, warme, edel-schwache Greis, wie er da vor seiner Landchartesteht, und Kronen wcgschenkt und Lander zerreißt, in der ersten Scene der Erscheinung tragt schonallen Saamen seiner Schicksale zur Ernte der dun-kelsten Zukunft in sich. Siehe! der gutherzige Ver-schwender, der rasche Unbarmherzige, der kindischeVater wird es. bald seyn auch in den Vorhöfcn see-ner Tochter bittend, betend, bettelnd, fluchend,schwärmend, segnend, all), Gott! und Wahn-sinn ahnend. Wirds seyn bald mit blassem Scheitel