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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
308
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II. Andenken NN einige

kein Griechisches, sondern wenns aufierdem Nichtsgiebt, auch gar kein Drama in der Welt mehr ge-worden, und batte werden können. Da aber Gnusbekanntermaßen mehr ist, als Philosophie, undSchöpfer ein ander Ding, als Zergliederer: so irarsein Sterblicher mit Götterkraft begabt, eben ausdem entgegengesetztesten Stoff, und in der verschie-densten Bearbeitung dieselbe Wirkung bervorzurusen,Furcht und Mitleid! und beide in einem Gra-de, wie jener Erste Stoff und Bearbeitung cs kaumvormals hervorzubringen vermocht! GlücklicherGöttersohn über sei» Unternehmen ! Eben das Neue,Erste, ganz Vcrschiedns zeigt die Urkraft seinesBerufs.

Shakespeare fand keinen Ehor vor sich;aber wohl Staats - und Marioncttcnspiele wobl!er bildete also aus diesen Staats - und Marionek-kcnspielcn, dem so schlechten Leim: das herrliche

Geschöpf, das da vor uns steht und lebt! Er fandkeinen so einfachen Volks- und Vateclandscharakter,sondern ein Vielfaches von Standen, Lebensarten,Gesinnungen, Völkern und Spracharten derGram um das Vorige wäre vergebens gewesen; erdichtete also Stande und Menschen, Völker undSpracharten, König und Narren, Narren und Kö-nig zu dem herrlichen Ganze» ! Er fand keinen soeinfachen Geist der Geschichte, der Fabel, derHandlung: er nahm Geschichte, wie er sie fand,und setzte mit Schöpsergeist das VerschiedenartigsteZeug zu einem Wundcraanzen zusammen, was wir,wenn nicht Handlung im griechischen Verstände,so Aktion im Sinne der Mittlern, oder in der