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II. Andenken an einige
fach dichtenden Sophokles halt, daß er ebenvon dieser seiner Neuerung ausging, in siedas Wesen der neuen Dichtqattung zu setzen, daßes sein Lieblingsgcdanke ward, nun einen Homerzu entwickeln, und ihn so vorthcilhast mit dem Er-sten zu vergleichen; daß er keinen unwesentlichenUmstand vergaß, der nur in der Vorstellung seinenBegriff der Große habenden Handlung unter-stützen konnte, — alle das zeigt, daß der großeMann auch im großen Sinn seiner Zeit philoso-phirte, und nichts weniger, als an den verengern-den kindischen Lappereycn schuld ist, die man ausihm später zum Papiergcrüste der Bühne machenwollen. Er hat offenbar in seinem vortrefflichenKapitel vom Wesen der Fabes „keine anderen Rc-„geln gewußt und anerkannt , als den Blick des„Zuschauers, Seele, Illusion!" und sagt ausdrück-lich , daß sich sonst die Schranken ihrer Lange,mithin noch weniger Art oder Zeit und Raum desBaues durch keine Regeln bestimmen lassen. O wennAristoteles wieder auflebte, und den falschen, wider-sinnigen Gebrauch seiner Regeln bei Drama's ganzandrer Art sähe! — Doch wir bleiben noch lieberbei der stillen, ruhigen Untersuchung.
Wie sich Alles in der Welt ändert: so mußtesich auch die Natur andern, die eigentlich das grie-chische Drama schuf. Weltverfassung, Sit-ten, Stand der Republiken, Tradition