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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
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2gS II. Andenken an einigt

in den meisten Stücken des Sophokles ander- ? SeinPhiloktet, Ajax vertriebncr Oedipus u.s. w. nähern sich noch immer so sehr dem Einak-tigen ihres Ursprunges, dem dramatischenBilde mitten im Ehor. Kein Zweifel! es istGenesis der griechischen Bühne.

Nun sehe man, wie viel aus der stmpeln Be-merkung folge. Nichts minder, als:das Künst-liche ihrer Regeln war keine Kunst! war Na-tur ! Einheit der Fabel war Einheit derHandlung, die vor ihnen lag; die nach ihren Zeit-Vaterlands-, Religions-Siktenumstanden, nicht an-ders als solch ein Eins feyn konnte. Einheitdes Orts war Einheit des Orts; denn dieEine, kurze feierliche Handlung ging nur an Ei-nem Ort, im Tempel, Pallast, gleichsam auf einemMarkt des Vaterlandes vor: so wurde sie im An-fänge, nur mimisch und erzählend nachgemacht undzwischengeschoben: so kamen endlich die Auftritte,die Scenen hinzu aber alles natürlich noch EineScene, wo der Ehor Alles band, wo der Naturder Sache wegen Bühne nie leer bleiben konnte u.s. w. Und daß Einheit der Zeit nun hieraus fo! tteund natürlich mitging welchem Kinde brauchtedas bewiesen zu werden? Alle diese Dinge lagendamals in der Natur, daß der Dichter mit alleseiner Kunst ohne sie nichts konnte!

Offenbar flehet man also auch: die Kunst dergriechischen Dichter nahm ganz den entgegen gesetztenWeg, den man uns heut zu Tage aus ihnen zu-schreiet. Jene si mp l i sie i r t e n nicht , denke ich,