allere deutsche Dichter. 2L7
diese Embleme und die folgenden Gespräche bekanntmache; selbst auch die Ursache, warum ich jene P a-rabcln, diese vaterländische Gesprächegenannt habe.
Bei jenen nämlich schien mir das Wort D ich-kun gen, § a b c l n zu unbestimmt; der NameEmbleme (Denkbilder) war dem abwechseln-den, geistreichen Werk zu enge; Apolog, Mähr-chm, (welchen Titel der bescheidene Andrea wahr-scheinlich dem Och in abborgte,) war gar nicht zugebrauchen; wie also, mevntc ich, wenn diese ver-mischte Gattung von Fabel und Emblem Para-bel hieße? Parabel ist eine Gl c i ch n i fi re d e,eine Erzählung aus dem gemeinen Leben mehrzu Einkleidung und Verhüllung einer Lehre, als zuihrer Enthüllung; sie hat also etwas Emblemati-scheS in sich. Uebcrdem gehet sie den Gang der Fa-bel, und maaßt sich sehr freie Schritte in diesemGange an, indem sie oft mehrere Lebren verbirgt,und sich nicht, wie die äsopische Fabel an Einerderselben begnüget. Die gemeinsten Dinge des Le-bens, so wie Engel und Geister einer .andern Welt,können in ihr erscheinen; warum also sollten nichtauch Abstraktionen und Personifikationen in ibr er-scheinen dürfen? Kurz Parabel ist eine GattungGedichte, die zwischen der Fabel, dem Emblem, derAllegorie und Personifikation in der Mitte liegt, undwenn sie enthüllt wird, die schwersten und leichtestenDcnksprüche aus ihrem breiten Rücken tragen kann;mögen also diese vermischte Dichtungen Para-beln heißen.
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