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II. Andenken an einige
So fort ergiebt sich, warum ich, wenn ichsauch gekonnt hätte, seine Dichtungen in Absichtder Composition nicht habe ändern mögen. Ichwollte, als ich in jünqern Zähren diese Stückeübersetzte, gewiß keine Satyre meiner Zeit schreib.n,und mag cs' jetzt noch minder; ich wollte den altenAndrea zeigen, wie er ist. Warum sollte sich unsreZeit nicht freuen dürfen, daß viele Laster lind böseGewohnheiten, die er mit harten, dunkeln Farbenschildert, in ibr nicht mehr, wenigstens nicht inder scheußlichen Blürhe herrschen, in der sie damalsstolzicten? Warum sollten wir uns nicht freuendürfen, daß die Unduldsamkeit der Theologie, derScholasticismus der Philosophie, das harte Joch derSchulen, die rohe Wollust der obern Stände, dergrobe Despotismus der Höfe- wo nicht allenthalbenvertilgt, doch wenigstens allenthalben so geschwächtsind, daß wir in Manchem über die Zeiten An-dcea's mit einer Art frohen Schauders erstau-nen mögen? Sey es ferne von uns, in solchenGemäßsten den Mahler seiner Zeit als einenTrübsinnigen zu schellen; vielmehr wollen wir Gottdanken, daß er uns die beschwerliche Arbeit erließ,und uns in lichtere oder leichtere Zeiten versetzte.Gar zu leicht indessen wollen wir auch hier die Sa-che nicht nehmen: denn nach Andrea's Meynungändern sich zwar, aber sie bessern sich nicht, dieZeiten. Vielleicht ist manches jetzt, wie es lamalswar; nur ist's^bei uns feiner oder versteckter. DieDekoration ist anders; aber dasselbe Schau', iel wirdfortgespielt in einem iväteren Act. Diese Ver-gleichung zu veranlassen, «warum sollt' ick diesverhehlen?) ist die vornehmste Absicht, weshalb ich