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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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ältere deutsche Dichter.

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deutliche Entwicklung gebietet, zu kurzl Wer willdie Ruhe seines Lebens der Bestimmtheit eines Kunst-werks aufopfern? Auch hier, wie allenthalben, istder Gedankenzwang der Vater der Barbarei; derDespotismus wird des guten Geschmacks Mörder.

In Ansehung der Eomposttion bin ich also weitentfernt, die Denkbildcr des vortrefflichen Andreazur Nachahmung zu empfehlen. Vielmehr könne»sie dem Lehrer des guten Geschmacks, wenn ec nichtsbesseres an ihnen zu bemerken weiß, nützlich seyn,seinem Schüler an ihnen mancherlei Fehler bemerk-bar zu machen, und ihn dadurch vor Abwegen zuwarnen. Was mangelt z. B. diesem Apolog, daßer keine achte Fabel, jenem Emblem, daß es keinvollkommenes Sinnbild ist? Wodurch wird dieseAllegorie gestört? wodurch ward jene Personcndick-tunq zwanqvoll und überladen? Welcher fremdeGedanke unterbricht hier die sinnliche Vorstellung?welcher feine Witz, hier am Anfänge, dort amEnde des Gedankenbildes gehört nicht unmittelbarzu ihm? Kann aus dieser Dichtung, aus jenemEmblem ein klares schönes Epigramm werden? Wiefaßt man diesen Edelstein simpler? Solche undMehrere dergleichen Fragen kann man sich selbstund andern vorlegen, gewiß zur Reinigung undBildung des Geschmacks, zu Schärfung und Vered-lung unsres poetischen Urtheils. Dem guten An-drea kommt dabei nichts zur Last; er wollte, wieer konnte und durfte, über einzelne Falle seiner Zeit,besonders seines Landes, sein Herz nusschütten, undsein moralisches Urthcil äußern, mit Nichten aber ei»Lehrer oder ein Stern der Dichtkunst werden.