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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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II. Andcnkcn an einige

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wollte den Gedanken fast ohne Körper sichtbar ma-chen , und bei dem kaum angedeutcten Körper wie-derum neue Gedanken in Worten binmahlen. Di-grosse, offene Poesie erlag also unter Witz und Po-lüik, unter geheimen Winken, dahin geworfenenBildern , unausgeführten , mit sich selbst kampfendenZügen; die Kunst verbarg sich in Embleme.

Es wird andcrSwo Gelegenheit fern, den Geistder reinen griechischen Allegorie vome m b lc m a t i s c h en Schatten spaterer Zeitennabcr zu unterscheiden; hier bleiben wir bei denSinn- und DcnkbiIdern, von denen wirreden. Andrea, der die italienische und spani-sche Sprache liebte, und alles Witzige kannte, wasdamals im Gange war, nabm auch an der Formihrer Einkleidungen Tbc:!; insonderheit schcintBoc-calini auf ihn gewirkt zu haben. Da sein Ge-wissen ihn trieb, die Fehler seiner Zeit zu rügen,und sich die nackte Wahrheit nicht sehen lassen durf-te: so gab er ihr, wie er in einem eignen Apologsagt, dies Fabelgewand, nicht um sie müßig oderüppig auszuzieren, sondern vielmehr sie den Augender groben Menge zu entziehen, und für ihrenSchlagen zu sichern. Den Weniger», die eine sol-che Einkleidung verstünden, traucte er schon einenfeineren, billigeren Geist zu; und doch zeigt leiderdie Geschichte seines Lebens, daß er auch diesen vielzu viel zugetrauct habe. Für die bösen Deuter, dieaus dem Kiesel Funken zu schlagen wissen, hatte erlange nicht emblematisch gnug geschrieben. Bei ei-nem solchen Zustande der Welt fallt also jede Vor-schrift der Kunst, wenn sie Ausführlichkeit und