altere deutsche Dichter, 281
rcn nur das, was noch nicht übersetzt war *), wenigeStücke ausgenommen, die ich gern in ihrer altenGestalt zeigen wollte; fand aber bei dieser Auswahletwas Sonderbares zu bemerken. Dichtungen undGespräche, die in den Jahren 2770 und 1780 ohn'alle Gefährde erschienen waren, fand ich gut, imJahr 2798 lieber zurückzuhalten, ob sie gleich 2627oder 2620 verfaßt waren; es waren unter diesentreffliche Parabeln und Gespräche. In dem andernglaubte ich, spreche das unschuldige Herz einesMannes, der vor zweihundert Jahren gelebt hat,so laut, daß man dabei an keine Mißdeutung den-ken möge. Wie belehrend und tröstend sind über-haupt diese Herzcnsergießungen des gedrückten Man-nes! Er glaubte das Nebel seiner Zeit auf demhöchsten Gipfel; und aus wie manchem dieser Nebelist seitdem Gutes entstanden! Manche Wunde hielter für unheilbar, die die Zeit entweder geheilt, odervielleicht zu cinep größer» Gesundheit des Körpers
H Um Raum für Herders eigene Werke zugewinnen, werde» seine Uebersetzungen von An-dreas Parabeln, (aus dessen lVl^rboloZiutllirisri-niu 1628) so wie die der nachfolgendenvaterländischen Gespräche (aus dessenMsnipxiis 2617) hier nicht beigesügt. Manfindet jene in der Originalausgabe der zer-streuten Blätter, LH. V. S. 2 — 7H.. und letztereS. 9b— 262.)
Anmerk, des Herausg.