altere deutsche Dichter. 277
es wird Ihnen kein Zweifel bleiben. Gerade also,daß jener Anhang der Fama ein übersetztes Stückaus B 0 cealini ist, konnte uns auf Andreabringen, wenn uns auch keine anderen Gründedarauf brachten: denn eben die Stelle, aus wel-
cher der Verfasser der neuen Erläuterung seineEntdeckung, „daß die Reformation derWelt*) aus Boccalini übersetzt sey/'her hat; von wem ist sie? Von An-dreas größcstcm literarischen Freunde ChristophBesold. Der ist der Herausgeber von Ca mp ei-ne lla's spanischer Monarchie (Tübing. 1624) dermußte cs also wohl wissen, woher jenes Stück sey?und was es bedeute? Und er spricht darüber geradewie Andrea, gleichsam aus seinem Munde. „Alssolches Phantasma (die Bruderschaft der Roscnkreu-zer) kaum ausgeschlossen war, ohngeachtet auch de-ren kAina und Conkssoio in vielen unterschiedlichenOrten klarlich bezeuget, daß dieses allesein I-nsns ingsnii nimrurn lusuivisntis gewesenu. s" Dies InZsniuna lascivians kannte Be-sold wohl: denn cs lebte nahe bei ihm.
Ucbrigcns hat niemand in der Welt gczweifelt,daß auch schon vor A ndre a das Kreuz und dieRose beliebte Symbole gewesen; **) niemand hatgczweifelt, vaß lange vor ihm cs ein Gcwicre vonSekten gegeben, mit welchem sich ja ein großer
*) Würtembcrg. Repert. S. 5^2. u. f..
") Ich habe dieses in gedachten Briefen im T. Mer-kur deutlich gesagt.