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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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278 II. Andenken an einige

Theil dcr Litcranzeschichte des XVI. und XVII. Jahr-hunderts beschäftigt, die Frage aber ist, woher machteeben um diel Zeit dies Phantasma, dieser steameauf >inmal so viel Bewegung? Wer wars, derden rinschuldigen Jugendroman V. Andreas, Chri-stian Rosen kreuz hin unschuldiges Familien-Petswast und die Vanin zum Aushängeschild einessolchen Lärms und so manches betrügenden Wahnesmachte? Hatten wir aus Andrea's Papieren dasgeheime, treue Journal seiner Reisen (wenner ein solches geführt) und dieses zwar von 1607an, da er in Lauin gen, unfernDil-lingcn war, bis 1612 da er in Ik a-lien auf einmal das feierliche Ge-lübde that, nach Hause zu eilen undsich sciner Kirche in den A r in zu we r-fen: freilich so wüsten wir von seinen geheimen

Verbindungen und Nicht- Verbindungen mehr alswir jetzt wissen und cs würde sich manches aufkla-ren, was jetzt nur un Nebel durchscheint. DasPhänomenen dcr Rosenkreuzerei aber im großenGanzcn dicses Zeitraums klarte sich damitnoch nicht aus: denn offenbar war dabei eine viel

größere Triebfeder rege. Jene Triebfeder nämlich,,die seit dcr Reformation, insonderheit aber zu An-fänge des vorigen Jahrhunderts so außerordentlichwirksam war, daß sowohl im Staat als in derKirche, an Höfen und in den Wissenschaften sieauch denn stumpfsten Auge des Geschichtforschcrs die-ser Zeit unverkennbar bleibet , jene unsichtbare Hand,,die so gern im symbolischen Nebel wirket,, die dieverschiedensten Menschen mit ihrem eignen Wahnb»raubt und zu dieser Absicht das Verschiedenste zu.