ältere deutsche Dichter.
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seit des Styls hinter Erasmus Gesprächen, seineApologicen hinter Ochins Apologen, so hoch er sichübrigens in scharfsinnigem, seinem Witz, insonder-heit über den letzten emporschwingt. Ein Ucbersetzerfür unsere Zeit sicht sich also in einer Verlegenheit,deren Mühe die wenigsten Leser erkennen oder ihmverdanke». Er will das schöne Blumen- und Ran-kenwcrk nicht verschneiden und muß es doch, wennAndrea für uns lesbar werden soll; und doch mußer es immer nur so fern, daß das schöne lebendigeGewächs nicht nur nichts von seinem ganzen Wuchsverliere, sondern auch unser» Auge» da stehe, alsob cs vor ihnen entsprossen wäre. Wenn hiezu nichtein treffendes Auge und eine leichte glückliche Handgehören, so wüßte ich nicht , wozu sie gehören soll-ten: denn den Andrcä wie er ist, mit jedem klein-sten seiner veralteten Zeitumstande, mit jedem Spröß-ling seines Witzes und Styls in unüe Sprache zubringen, hieße eben so viel als seine begrabeneWahrheit *) mit alle dem Moder ans Licht zuführen, womit ihre Zeit die Unverwesliche bedeckte.
Um so mehr also, m. H., wird Ihnen jederVerständige danken, daß Sie ein Gärtchen voll schöner,aber die und da zu üppiger Pflanzen eines vorigenJahrhunderts in das unsrige mir vorsichtiger Gärt-nerhand zu verpflanzen suchten, ja den schönstenLohn hierüber wird Ihnen die überwundene Müheund der erquickende Wohlgeruch der Blumen selbstgewährt haben. Wahrlich, Andreä ist ein seltnerund lieber Geist, sowohl am Verstände als am Herzen.
*) Ueberschrist eines seiner Apologen.