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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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II. Andenken NN einige

die Andrea wählte. Alles wird bei ihm Ein-kleidung und Dichtung: sein Witz trifft fein, aberauch flüchtig, wie der Sonnenstrahl: das leichtesteGewand ist seinen ätherischen Gestalten immer dasliebste. So wenig also das Erklären und Para-phrasircn seine Sache ist: so wenig erlaubt er seinemUebersetzcr. Dieser muß seiner Kunst nachbuhlen,eine sinnreiche kleine Dichtung, die im schärfstenUmrisse gedacht ist, seiner Zeit so anschaulich zumachen, wie sic auch selbst in den Zeiten Andrcäses vielleicht nur für Wenige war und scyn sollte.

Ueberdem lebte Andrea in Zeiten, die vomgothischcn Geschmack nicht frei waren, ja in denensich dieser Geschmack eben auf die verführendste Artzeigte. Die neuern Sprachen, deren Lectüre er vor-züglich liebte, waren die italienische und spanische;gerade aber die berühmtesten Schriftsteller dieserSprachen flössen damals von dem süßen Schaumüber, der der Geschmack des siebcnzehnteu Jahrhun-derts heißen konnte und ihm allein eigen bleibenmöge, vom dem also auch unser Andreä nicht ganz,frei war. Sie mußten es beim Uebersetzen oft ge-fühlt haben, wie manche Feinheiten seines Styls,kleine Subtilitäten, überladene Putzwerke werden.Seine Manier ist sinnreich: er sagt mit wenigemviel, er will aber in dem Umriß einer engen Ein-kleidung mit zu wenigem zu viel sagen: und dadie einkleidenden Schristchcn dieser Act in seine jün-ger» Jahre fallen und sein geschäftiger Geist niedie Muße gewann, sie nach Regeln der alten grie-chischen oder römischen Simplicikät auszufeilen, frei-lich so stehen seine Gespräche in Absicht der Reinig-