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II. Andenken an einige
Seine Organisation muß so fein gewesen sevn, wiesein moralischer Sinn es ist: denn sein Witz, seineBemerkungen, die ganze Richtung seiner Empfin-dungen im Leide und in der Freude, selbst seine schärf-sten Urtheile, seine bitterste Satyre sind allemalaufs feinste moralisch. Der unermeßliche Vor-rats) von dem, was er wußte, die sonderbare Bieg-samkeit seines Geistes für alle Kunst, für allesWifscnswürdiqe und Schöne, noch mehr aber diezerstreuende Geschäftigkeit, in der er lebte, sein frü-her Zusammenhang und Umgang mit so mancherleiMenschen, die die Gahrung des vorigen Jahrhun-derts hervorbrachte; nichts von alle diesem konnteihn von jenem Einen Wahren entfernen, dasallenthalben der Geist seiner Schriften ist, und ausjeder Einkleidung wie eine Blüthe emporsteigt. DerLeser, der Andrcä nicht kennt, wird ihn aus Ihrerhistorischen Einkleidung über sein Leben kennen ler-nen, und wenn er ein sichreres begehrt, darf ernur zu dem Denkmahl gehen, das ihm von derbiedern Hand eines seiner patriotischen Landsleuteim W ü r t cm b e r g i s c h e n Nepert 0 riu m *)ist gesetzt worden. Einen Mann, wie ihn, mußman zuerst in seinem Leben kennen, ehe man ihnin Schriften kennen lernt. Denn überhaupt Schrif-ten, solch ein verratherischer Spiegel sie für Man-chen sind, zeigen doch immer nur die Oberflächeunsres Herzens und Geistes.
Aber auch als Schriftsteller unscrs Vaterlandes
ver-
*) S. 27/». u. ft