ältere deutsche Dichter.
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dert wie eine Rose unter Dornen blühte. Es kannmir also nicht anders, als herzlich lieb sepn, wennein Andrer thut, was ich noch nicht thun konnte:denn die Zeit zu dem Denkmahl, wie ichs im Sinnehalte, ist noch nicht da, und jede Bekanntmachungmit dem Geist der liebenswürdigen Männer arbeitetdieser wünschcnswcrkhen Zeit vor.
Noch mehr freute cs mich aber, da ich ausden ersten sechs gedruckten Bogen Ihrer Uebersctzungsah, daß Sie den kühnen, menschenfreundlichen Ge-danken gefaßt hatten, Ihren Autor nicht nur unsrerZeit, sondern auch für unsre Zeit zu geben,ihn derselben durch 'Auswahl und Umklcidung seinerschönsten Stücke gleichsam zu;,, eignen, wie sieihn sehen könnte und brauchen sollte.
Valentin Andrea zu übersetzen, ist wahr-lich keine Kleinigkeit, und ich wüßte beinah keinenalten Schriftsteller, der dem Uebersctzcnden hie undda schwerere Arbeit machte. Seine Schreibart istein feines Gewebe von Anspielungen, theils aufBücher, die er las, theils auf Geschäfte, die ersah und trieb, theils auf Charaktere und den ge-heimen Geist seiner Zeit, den er durchschauendkannte. Wie es nun viel leichter ist, allgemeineWabrhcitcn und Spekulationen, die vielleicht ebendeswegen für alle Zeiten zu seyn scheinen, weil siefür keine recht sind, als jene feinen, individuellenBeobachtungen ans Licht zu stellen, die aus deminnersten Gefühl, aus anschaucnder Betrachtungdes Geistes der Dinge um uns her entspringen: sowird diese Arbeit noch schwerer in der Manier,