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II. Andenken nn einige
Weckhcrlin anfübrt, die deutsche Spruche bei diesemVersbau im Besitz und Gebrauch aller ibrer schonen,viclsylbigen und zu ammengesetztcn Worte blubt, diezerfetzt und zerschnitten, oder zusammcngedrangtund aufgeopfert werden müssen, wenn das Mühlen-geklapper des jambischen Rhythmus ein Erstes unddas Hauptgesctz bleibet.
Und wozu diente im Grunde dieser einförmigeRbntbmus? Nehmen Sic ein Gedicht, das amschulmafigsten skandirt ist, und wollen es lesen;reirds nicht unerträglich, wenn man im Lesen skan-diret? Sie müssen also erst zerstören, was derProsodiker hineinzwang, damit nur im lebendigenGange der Gedanken das Gedicht Gebende und Ant-litz zeige— schone Kunst! schöne Mühe! Griechenund Römer konnten lesend skandiren und skandircndlesen, Metrum und das lebendige Gemablde derWorte mischten sich, und der Sinn folgte. Wo ge-schieht dies bei unKrn eintönigen Jamben? Wermag sie singen und skandiren, daß sie noch Jambenbleiben? Das feine Obr der südlichen Nationen Eu-ropens, die der römischen Sprache naher sind, ver-ließ also ein Gesetz, das weder die Sprache noch derpoetische Geist ertrug, indem es ihmN hölzerneKlötze an die Füße band und Schellen an die Oh-ren : sie zahlen, aber sie mcss en nicht genau:
sic deklamiren und lassen der Sprache, derStrophe, dem Gedicht, dem Vene des Gedichts ihrenatürliche Physiognomie und Miene. Entginge derMusik lyrischer Stücke damit etwas? Nichts weniger.Die wahre Musik hatte sich dieser niedrer» Naturzu erfreuen, nicht zu betrüben. Sie selbst soll
dekla-