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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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ältere deutsche Dichter. 255

Gesund - und freier Geist und Leib,

Behaus - und Kleidung , rein und tüchtig,

Gin freundlich, keusch und kluges Weib,

Ein Ehbett, fröhlich und doch züchtig.

Trostreicher Schlaf, sorglose Nacht,

Lieb' allen, niemand Leid zufügen,

Ein Herz und Mund, ohn' Klag und Pracht,Mit seinem Stande sich vergnügen.

Gedanken, Freund' und Bücher, gut,

Was Recht, stets lernen oder lehren,

Der Stirn und Zunge gleicher Muth,

Den Tod Nicht fürchten, noch begehren.

Die gegebne» Proben zeigen, daß Weckhcclin,wie alle seine Vorfahren, die Sylben zum Versemehr zählte, als maas, liebcr, wenn ich so sagendarf, sie dem Sinn nach deklamirtc, als schulmäßigskandirte. Er that dabei, was die poesievollstenNationen, Spanier und Italiener, (Franzosen un-gerechnet) noch thun, und wovon sich die Wirkungjedem Ohr crgicbet: nämlich, der Vers bekommt

dadurch Physiognomie und Leben, es wird eine Wort-folge, wie der Geist des Gedichts und der Strophesie gleichsam fortbaucht. Die Seele des Versesbelebt auch den Wortbali, und der Accent, den derDichter jetzt auf dies Wort, jetzt auf jenes, alsauf seine rechte Stelle zu legen wußte , thut seinenatürliche Wirkung. Dazu kommt, daß, wie schon