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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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237
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ältere deutsche Dichter. 23 -s

Sie es lesen wollen, und nehmen ihm auch stinenkleinen Anstrich von Mystik, so wie den Trost seinesHerzens uns. geistlichen Liedern nicht fremde: er

schrieb uns seiner Seele und nicht für unsre Zeit,So hebt er ein:

Wenn wir die Welt mit Fleiß ansehn,

Wie All's thut durch einander gehn,

Wie der Bös' herrscht, der Fromme leidt,

Der Narr viel schwätzt, der Weise schweigt/

Der Dieb wohllebt, der Redlich' fast't,

Faulheit bringt Lohn, die Arbeit Last,

Frechheit gewinnt, der Sorgsam' liegt,

Wer viel hat, nimmt; wer nichts hat, giebt:Und lauft also, in einer Summ, ?

Die Weltkugel im Cirkel um

So wird uns unsre LebenszeitZu lauter Pein und Herzeleid,

Zu Kerker, Ketten, Band und Strick,

Und sehnen uns all' Augenblick,

Wie wir ein' Luft mögen gewinnen,

Daß wir der Dienstbarkeit entrinnen,

Daß uns so manche Jahr' und Tag'

Nicht werden zu ein'r lautern Klag',

Daß wir in diesem Jammerthal,

Erhalten auch ein klein Labsal,

Drum mancher ihm selbst nimmt die Flucht/Und nur Ruh in der Wildniß sucht,

Bermeynt, was nicht bei MenschenkindernWoll' er bei wilden Thieren finden.

Allda kein Hof, kein' Schul, kein Rath/