ältere deutsche Dichter.
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mansche Poesie der Deutschen. Von jeher liebteunsre rubia-sinnliche Nation das Anschauen; undwie sie einst ibre Schilde bemalnte, ihre Wappenund Helme emblematisirte: so ließ sie sich Bilder
und Embleme auch gern intcrprelircn. Mochten esqemahlte Fensterscheiben, Holzschnitte oder Kupfer-stiche styn; man legte sie aus, und erfand gernetwas, was man auslegen könnte. Dies half derdeutschen Kunst auf; und die alte Poesie gieng lang-sam und lehrbaft an ihrer Seite. Ich wollte, daßwir eine Geschichte dieser deutschen Bilderspr ri-ebe, mit ibrcn merkwürdigsten Produkten hatten ;ohne Zweifel haben mehrere stille Liebhaber dazu ge-sammlet, und Meusels nützliche Journale dürf-ten der beste Vcrsammlungsplatz dazu werden. WieHo ! bein des Erasmus unsterbliche Moriamit seiner Kunst begleitete: so rüstete Brand seinNarrenschiff in und zu Holzschnitten aus. In denUebersetzungen desselben, sie mochten prosaisch oderpoetisch sepn, *) in Kaiscrsbcrgs Predigtenu. f. kanien diese wieder zum Anblick. Wie Aretinoseine berühmten Sonnettcn zu unzüchtigen Zeichnun-gen erfand: so suchte der deutsche keuschere Geist
sittliche Embleme kurz - oder langweilig zu empfeh-len ; dagegen ibm auch die damals vortrefflichedeutsche Kunst zu Gebot stand. Beide haben zuVorbereitung und Ausbreitung der Reformation dasihrige tapfer beigctragen, so daß ich auch im
LZon Jacob Locher, Ic,clacn8 Kollius u. f.
Einer der Liebhaber, Kenner und Sammler alt-deutscher Kupferstiche, Holzschnitte, Gespräche,