22F II. Andenken an einige
Es war mir un'ieb, zu bemerken, daß die ange-fangcne Auswahl seiner Verse mit Sprachcrlauterun-qen von einem seiner geschickten Landsleute und Lieb-haber vor einigen Jahren nicht zu Stande kam; ichhoffe, sie wird dazu kommen, oder ihr Urheber fürsie auf eine andere Art sorgen. *) Leider erzeigendie Deutschen ibm nicht die Ehre, die die Englän-der ihrem früheren Ehauccr beweisin; **) unddoch hatten wir dazu Ursache. In Ansehung derkurzwei'igen Geschichten, die Er, Waldis u. a. ba-den, wäre cs kein übles Werk, wenn wir ihremUrsprünge nachspürtcn; woher diese nämlich genom-men sind? welche ausländische Schriften zu derund jener Z>it in Deutschland gegolten haben? Ita-liener, Engländer und Franzosen sind in Untersu-chungen solcher Art vor uns voran; und zur Ge-schichte der Denkart der Nation sind sie unent-behrlich.
Noch ist eine Gattung von Sprüchen in dieserZeit merkwürdig, die B i l d e r sp r ü ch e, die emble-
*) Auswahl Hans - Sächsischer Gedichte von H ä ßelein. Nürnberg rM. Th. i. Jin B r a g u rhat er nebft andern auch aus Hans Sachse Bei-träge gegeben.
") Die schone Ausgabe dieses Dichters init L y r^witts Glossarium sollte ein Borbild solcherAusgaben werden. Ihren Spenser, Butt-ler u. f. haben die Engländer mit großen Coinrmentarien und Noten.