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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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222 II. Andenken ein einige

wir unS mehr als bisher zu diesem Studium thun,und unsre Fürsten selbst sich bemühen werden, ihrVolk von der Nachabmung fremder Sitt.n undSprachen zu ihrer eignen, und zu den Sitten ihrerVorfahren zurückzulenken. Dann kommt es nur auffabige Köpfe und rüstige Kräfte an, der Nationdiesen Weg angenehm zu machen und sic mit edlerGewalt darauf fest zu halten. Der französische-Parnaß ist zerstöret, der italienische ist lange dahin,der brittische tragt mäßige Früchte; lasset uns unsreeignen Archer, die Felder unsrer Vater und Urvaterbauen; hier blühet uns Glück!

Doch wo gerathc ich hin? Wo Sie mir indeßgewiß gern nachgefolgt sepn werden; ich komme wie-der zu meiner Spruch- und Fabelpoesieder Deutschen.

Boners Fabeln sind bekannt; cs haben sichihrer nach und nach, zuletzt auf einmal so viel tüch-tige und würdige Hände angenommen, Scherz,Bodmer, Lessing, Lberlin, daß jedemvergessenen Dichter der Deutschen ein ähnliches Schick-sal und vom letztgenannten Gelehrten eine Ausgabederselben zu wünschen wäre, wie Lessing sie vor-schluq. *) Da winkt uns aber noch ein andrer,meinem Ürthcile nach viel schätzbarerer Fabeldichterals Voner, es ist Burkard Wal dis. **)

*) S. Eschenburg über Boners Fabeln, imBragur, Th. 2 . S. 33?.

") Esopus, ganz neu gemacht, durch BurkäröWaldis, Fraukf. r58a.