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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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ältere deutsche Dichter.

schätzbarer Moralist, nicht nur des Inhalts, sondernauch seiner Dictivn wegen, ob ich diese freilich bis-her nur aus seiner gedruckten Ausgabe kenne.Lessings Gedanke, ihn aus Handschriften her-auSzugebcn, unterblieb, wie leider mehrere seinerguten Gedanken; aber sollte nicht Eschen bürg,der sich um Lessings Nachlaß so sehr verdient ge-macht hat und ganz der Mann zu diesem Werk ist,den Gedanken seines Freundes ausnehmcn, und unsden alten Hugo von Trimbcrg (etwa auch nurwie Lcssing und Rammler den Logau gaben,) ausHandschriften wiederherstellcn ? *) Sollte unsre Na-tion der Kindheit so ganz entwachsen seyn , daß siedie alte Moral und Fabel-Unterweisung ihrer Vater,mit der glücklichsten Pracision bicderherzig ausge-druckt, nicht wenigstens von den Motten befreitwünschte?Nachdem alle Menschen, sagt FlaciusJllyrikus, gern von ihren Eltern und Vorfahrenviel wissen wollen, auch alles so bei ihnen gewöhn-lich und gebräuchlich, Hochhalten; weil auch alleMenschen gern etwas, beides von den uralten undvon fremden Sprachen, wissen: so muß einer je

gar ein Stock und so zu reden kein rechter Deut-scher seyn, der nicht auch gern etwas wissen wolltevon der alten Sprache seiner Vorfahren und El-lern." Mich dünkt, ich sehe eine Zeit nahen, da

*) Im Bragur ist bereits der Anfang mit eini-gen Fabeln aus der gedruckten Ausgabe gemacht;die Sentenzen dünken mich das Vorzüglichere indiesem Autor.