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II. Andenken cm einige
wandte, die moralischen Sprüche die einförmigstenund durch das Wiederkommen ihrer Schwere gleich-sam die prägnantsten werden ; die Anmaimungen desKöniges Tyrol an seinen Sohn, des Winsbeck undder Winsbeckin an ihre Kinder, (ob sie gleich nochlyrischer Art sind,) nähern sich schon diesem morali-schen Rhythmus. *) Vortreffliche Stücke, ein Kernder alt-deueschcn Treue und Sitren-Erziehung! ImManessischen sowohl als Jenaischen Codex kommenmanche Fabeln, oder kleine allegorische Gespräche,z. B. zwischen der Treu und Untreu, der Wahrheitund Unwahrheit vor; leichte Einkleidungen, bei de-nen cs wenig auf Kunst, desto mehr aber auf guteMeynung und Lehre ankam. Der alte Gnomolog,der unter dem Namen Frei dank bekannt ist,brachte die kurze Sentenzen-Versart noch mehr inGebrauch. Er scheint viel gelesen und auswendiggelernt worden zu seyn; und wahrscheinlich wirdman bei Zusammenhaltunq der Handschriften anmehreren Orten ihn dort und hier verändert, vermehrt,verbessert finden, nachdem man aus dem Schatz seinerErfahrung oder Belesenheit neue Sprüche und Leh-ren hinzufügte. Da jetzt verschiedene Gelehrte ihreAufmerksamkeit auf diesen alten Sittenlehrcr zurichten scheinen; *') so werden wir darüber baldnähere Auskunft haben. Und sodann sollte demFr ei dank der Renner zugegeben werden, ein
*) Schilter 1 *. lt. Bodmers Sammlung der Min-nesinger, LH. 2. Bragur, LH. r. 2.
> Rach verschiedenen Notizen im 2. LH. des Bragur.