altere deutsche Dichter.
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Zwang einer Nachahmung oder eines Erborgten sicht-bar; die Scene des Gedichts liegt um den Verfasserwie seine Welt da; jede Thierseele, ja der lebendigeLauf der Zeit hat ihn beseelet. In einem Jahr-hundert, da Eomines seine Geschichte schrieb,konnte ein andrer wohl auch Reineke den Fuchsschreiben; ste lebten auf einem Gipfel des Glanzesder Hofe, so wie auch politischer Ränke und Unter-handlung. Damals waren diese Dinge vielmehr insinnlichem Anblick, als sie es jetzt sind; die Politikhat sich seitdem immer mehr in die Cabinetter ver-krochen , die Charakter-Bestandheit einzelner Standeist geschwächt, ja hie und da ausgelöscht worden.Zu unsrer Zeit kann kaum jemand mehr einen lRei-nekc Fuchs mit der anschaulichen Wahrheit schrei-ben, die in diesem Gedicht durchhin herrschet undlebet. Ein verdienter Jurist hat eine gelehrte undangenehme Abhandlung vom Nutzen dieses Ge-dichts in Erklärung der deutschenRcichsaltcrthümer, insonderheit desehemaligen Gerichtswesens geschrieben, *)die gelesen zu werden verdient; eine politischeAbhandlung über Reineke aus dem Geist stincr undaller Zeiten macht Jeder sich leicht selbst in Ge-danken.
Damit aber bin ich nicht auf der Seite derer,die dem ganzen Gedicht ein einzelnes Histori-sches Factum, von dem cs nur Einkleidung
Dreyers Rebenstunden,
Bützow 1762.