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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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II. Andenken an einige

das Gedicht nicht eigentliches, muntres Lied ist, dieMinnesinger-Weise langweilig; die Strophe ziehetsich in langen und kurzen Zeilen für uns tonlosund matt dabin, wie sic in späterer Zeit bei denMeistersängcrn sich fast unausstehlich schleppte. EinAufschluß, den uns hierüber ein Toukünstlcr gäbe,wäre niemanden unwillkommen; und nicht unwill-kommener die Untersuchung, wie diese schleichendenSylbcnmaaße in die deutsche Sprache gekommenseyn, die ehedem so kurze, rasche Wortschällc liebte.Am willkommensten wäre uns dabei ein erläutern-der Eommentar diser Gedichte aus den Begeben-heiten und Sitten des damaligen Zeitalters. Vonselbst würde sich dieser auf Bodmers und Mül-lers Sammlungen *) erstrecken müssen; und sowürde der Eommentar den Dichtern selbst aufhel-scn. Jenes Zu gut würde man diese lesen. Noth-wendig käme man dabei der Sprache auch zu Hülfe,welches jetzt nach Oberlins Gloßario leichter ist,als es zu Bodmers Zeit war. Geschähe dieses durchein Glossarium, oder durch Noten, oder durch eineprosaische Uebetsetzung unter dem Text, wie es demHerausgeber am Zweckmäßigsten dünkte; auf jedeWeise würden diese Gedichte unterrichtend , , ange-nehm , lesbar und lebendig.

Ohne Zweifel wünschen Sie mit mir, daß einso rühmliches Werk bald erscheine. Es falle aberja einem verständigen Mann in die Hände, der uns

*) Berlin, 1783. l».