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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
209
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ältere deutsche Dichter.

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geben *) und zu dessen Ansgabe man neulich Hoff-nung gemacht hat. Ich kenne ihn ziemlich genau,und habe mir einen Theil der Gedichte selbst abge-schriebcn; er enthalt nicht nur einige völlig neueDichter, die in der Manessischen Sammlung nichtsind, sondern auch von denen in dieser Sammlungvorhandnen neue Stücke, und endlich die schon her-ausacgcbnen (der Manesischc Eoder ist viel reicher)in einem andern, dem Thüringischen Dialekt. Inalle diesem kann er sehr lehrreich werden. WashecauSgegeben ist, darf nicht wiederholt werden;eine Vergleichung dieser Stücke aber möchte Mate-rialien zu einer Abhandlung über die all-mahlige Bildung der verschiednen Dia-lekte Deutschlands geben, die manches aus-hellte. Eigentliche D innelieder sind in ihm wenige;die meisten sind moralisch, lobend oder strafend,satyrisch, geistlich. Dies führt von selbst auf dieGeschichte der Begebenheiten, Mey-nungen und Sitten der Zeit. Viele Lie-der haben Mclodieen, woran es dem ManessischenCodex fehlte; zum Vcrständniß der Snlbenmaafieund des Versbaues, überhaupt auch zur Geschichteder Declamation und des Tons der Zeiten sinddiese ein schätzbares Hülfsmittel, gleichsam ein Auf-schluß zur Form der Gedichte. Denn wenn wir un-parthciisch reden wollen, so dünkt uns oft doch, ws

*) WiedebürgL Nachricht von einigen alten deut-schen poetischen Manuskripten in der Jenaischenakademischen Bibliothek, Jena 175g.

Hcrderk W.eit.u.Ku-ust. XIII. O