ältere deutsche Dichter.
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dieser Commcntar aber ist noch nicht erschienen. Unddoch würde ein solches Unternehmen nicht nur dasLesen der Dichter selbst leicht und angenehm machen,sondern auch den lehrreichsten Aufschluß über eineder merkwürdigsten Perioden Deutschlands, ja desMenschlichen Verstandes selbst geben.
Denn, m. Fr., warum haben diese merkwür-digen und großcntheils angenehmen Gedichte in un-serm Vaterlande bisher so wenig Wirkung hervor-gebracht, ja selbst so wenig Aufmerksamkeit erreget?Warum liegt Bodmers Ausgabe in unfern Buchlaeden rodt da? Lassen Sie uns, so manche Ursachewir dazu hatten, nicht blos das Klaglied über dieUnachtsamkeit der Deutschen gegen alles was vater-ländisch ist, anstimmen; etwas dazu möchte immerdoch auch in der Art liegen, wie die Sache behan-delt ward. Der vcrdienstreiche Bodincr gab zuerstProben dieser Poesie mit einer kleinen Grammatik,einem Gloßarium, und einigen Nachrichten, so weiter sie damals hatte und haben konnte; *) er wardabei auf einem guten Wege. Bei der ganzenMa-ncsischen Sammlung ward ihm das Werk zu schwer;er gab sie ohne Gloßarium, ohne erläuternde An-merkungen, so gar ohne Unterscheidung der Liederheraus, blos und genau wie er sie in der Hand-schrift fand. **) Das war nun freilich zu einem
*) Proben der alten schwäbischen Poesie des dreizehn-ten Jahrhunderts, Zürich 17HL.
**) Sammlung von Minnesingern, si. Zürich