ältere deutsche Dichter.
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ach leider, dcß ist mancher Lag! —
Wer nun dies Lied singe vor ihr,der ich so gar unsanstiglich entbehre;
Es sey Weib oder Mann, der habe sie gegrüßerbon mir.
Sie sehen, ich rede von den Dichtern des schwäbi-schen Zeitalters, und zürne auf mich selbst, daß ichauch diese erste Strophe eines Gesanges Kaiser Hein-richs des siebenden der Lieblichkeit ihres Dialektscntraubt habe. Sie soll auch die einzige scyn: dennman MUß diese Poesien nothwendig in ihrer Mund»art selbst lesen. Jeden harten Buchstaben oder Vo-cal, den man aus unsrer rauheren Sprache cin-schaltet, jedes sanfte Bindewort, das man ausläßt,weil es uns ungclaustg ist, jede Regel der Gram-matik und Construction, die man verändert, tödteteine Grazie des Dichters. Bodmer hatte Recht,daß er diese Sprache so hoch pries, und Umbildun-gen dieser Gedichte nicht versuchte; sie sind äußerstschwer, ja fast unmöglich, es sey denn, daß mansie blos des Verständnisses wegen in Pcose gebe.Sie kennen das schone Lied König Konrads, (Va-ters des unglücklichen Konradin:)
Ich freue mich mancher Blumen roth,die uns der Maye bringen will u. f.
Sie kennen den ungemein schönen Klagcgesang desHerzogs Heinrich von Breslau, den uns Götz inseiner Manier verkürzt gegeben:
Ich klage dir, May; ich klage dir, Sommer-wonne^