204 II. Andenken an einige
die schönste Blume gepflückt hat. *) Nächstens er-öffnet sich uns ein neues Feld der Zeiten.
Dritter Brief,
Sie werden bemerkt haben, daß im Lobgesangeauf den St. Anno schon eine biegsamere Spracheherrschte, als bei Ottftied oder dem Siegssauger ge-gen die Normannen zu finden seyn konnte. Wiewenn ich sie aus einmal in den Garten der feinstenZucht und Sitte, der Ehre und Lübc einsühre, wojede Blume in der artigsten Sprache genannt undgepriesen wird?
Ich grüße mit Gesang die süße,
die ich vermeiden nicht will, noch mag.
Da ich sie von Munde selbst konnte grüßen,
*) Eben lese ich im Bragur, Th. r. S. stü». daßeine Uebersetzung dieses Liedes mit historischenAnmerkungen von Herrn Prof. Hcgewisch inEggers deutschem Magazin, (1791.May) zu finden. Der eben genannte würdigeMann hat uns vom Erzbischof Anno bereits ei-nige Nachrichten übersetzt, in seinen Eharak-terzügen der Deutschen.