ältere deutsche Dichter. i§3
Seine ungetreuen Männer werfen die Ketten weithinaus, und rufen ihm zu:
willt du sehen Wunder,so wälz' dich am Grunde.
Er sieht fürchterliche Ungeheuer: die Woge führt ihnweit fort,
bis er mit einem Blutedas scharfe Meer grüßte;als die Flut das Blut empfand,warf sie den Helden ans Land.
So kam er wieder in seine Reiche;wohl empfingen ihn die Griechen.
Manches Wunders vergnügte sich derselbe Mann,Drei Lheile der Welt er ihm gewann. —
Das erzählte Abentheuer ist keine leere Ausschwei-fung: denn es hat Bezug auf ähnliche Schicksaledes St. Anno.
Bei denk vierten Thierbilde, den Römern, eiltder Gesang zu Easar und zu den Deutschen, diedieser Held in mehr als Einem Iäbr nicht bezwin-gen konnte und zuletzt mit Bedinge gewann. Hierkömmt der Dichter auf das Lob der Völker Deutsch-lands , der Schwaben, Bayern, Sachsen, Thürin-ger, und zuletzt seiner Trojanischen Franken. DieOrdnung zu einander ist mit Verstände gedacht undmit den Fabeln des Ursprungs, dieser Völker, diedamals für Wahrheit galten, sinnreich bekleidet.Wäre für Deutsche eine patronymische Mythologie in
Herders W.Lit.u.Kunst. XIII. N