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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

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Zweifel von Wirksamkeit oder Unwirksamkeit deslvrischen Gesanges auf cultivirtc Denker verschwin-den vor der lauten Stimme der That, dem großenEoncert in allen menschlichen Gemüthern, so langediese aus der ganzen Natur sich noch nicht hin-ausgedacht haben.

Und diese Eintracht der Stimmen, diese Har-mbnie des Vergnügens in gemcinschaftlich-cmpfun-dcnen Gedankenformen und Regungen des Gemüths,sic ist der Ocean, aus dem der lyrische Dichter ru-dert. Sprache hat die Menschen gebunden, undfür einander gebildet; sie entriß jeden Einzelnen demstummen Grabe seiner eignen Existenz und Gcdan-kenweise. Musik trug ihn auf ihren Flügeln nochhöher empor, indem sie ihm fremde Empfin-dung s - und G e dan ke n we i s en zauberisch ein-drücktc. Gleich denkend, mit einander fühlend, blei-ben Menschen einander nicht mehr fremde, sobaldsie Ein Aether umfangt, Ein Hymnus belebet. AnEiner gemeinschaftlichen Regel lernengleichsam ihre innersten Lebensgeister den Taktund Ton einer edlen Em p fi n d un gs- undDenkart, indem viele an der Denkart eines Ein-zigen Theil nehmen. Sey cs ein Mensch oder Ge-nius , der also sang; gnug, er dachte , er handeltealso; seine G ed anken w ei se ist der Sprache ein-verlcibet, und klingt wieder. Was ich an Ho-mer, Pin dar, Horaz und andern lernte -warum sollten es nicht auch andre fühlen? Vonjeher war die Lyra ein Sinnbild der Eintracht,der Ucbereinstimmung des Mannigfaltigen zu Einem,nach Maas, Zahl, Ordnung, Fortgang, auf eine