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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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I. Ucber Bild,

mir selbst entnommen; mein Herz ist in seinenHänden. Wie manchen Roman, wie manä)es Dra-ma, Buch, Blatt und Rede begannen wir, un-vorbereitet, äußerst kalt: es kostete uns Mühe, unsin die Welt des Dichters, des Redners, des Philo-sophen hineinzusctzen, hinejnzudcnken. Kein Borwurffür den Urheber des Werkes. Nur dann war seinZweck verfehlt, wenn er uns auch im Verfolgnicht hineinzuziehcn vermochte, und am Ende garmißvergnügt entließ. Auch dann aber traf die Schuldnicht die Kunst, sondern uns oder den Künstler.Er war kein Orpheus, oder wir waren Sand, auswelchem kein Ton zurückhallcn konnte.

2. Wie Luft und Schall, so sindSprache und Töne das Medium, dasempfindende Wesen verbindet.

Wohl kann es seyn, daß der Dichter mit Zu-friedenheit sage:ich singe mir selbst und

den Musen;" seine Flöte tönt, unbekümmert,ob sie der Nachhall oder ein menschliches Ohr ver-nehme. Hindern kann er es indessen doch nicht,daß die Echo sic nicht vernehme, daß ein menschli-ches Ohr sie nicht belausche: noch weniger kann erdie Töne verstummen machen, die gleichstimmig oderwidrig in Menschenhcrzen schlummern. Für diesenConcent von Harmoniken und Disharmoniecn,für die Symphonie und Antiphoniemenschlicher Empfindungen hat die Naturgesorget. Sie war's, die dem Dichter vorarbeitete,und wenn mir der Ausdruck erlaubt ist, in derengroßem Webestuhl er wirket. Alle kleinen egoistischen