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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

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Mit allen Vorstellungen der Muse Kat diesesdie lyrische Dichtkunst gemein, daß sie zu ihrem Vor-träge freie Seelen fordert, und es darf ihr gewißzu keinem befondern Vorwurf dienen, daß bei einerwidrigen Stimmung des Gcmüths oder bei klang-und tonlosen Seelen ihr Gesang nicht wiederhalle,oder wie man sagt, der Ton des Dichters nicht an-schlage. Nicht am Dichter, sondern am Hören-den liegt hier die Schuld; wie solches die Fabel langstbemerkt hat. Sie erzählt, daß allen, denen dieGötter unhold sind, der Gesang der Musen nichtgefalle, und daß Tiphöus unter der Last seines Bergssich sogar dabei krümme und Schmerzen empfinde.Sie erzählt aber auch, daß, als Orpheus sang,die Eiche ein Ohr empsieng, daß Jpions Rad stillestand, und die Danaide n ihre unselige Mühevergaßen.

Wenn, wie mehrere bemerkt haben, der Menschsich nur dann am behaglichsten fühlt, wenn cr nichtzu scharf an sich denket; so müssen wir jeder Kunstdanken, die uns nicht etwa blos zerstreut, sondernuns aus uns selbst hinauszieht, und an etwasGroßes, Würdiges, Schönes heftet.Die fortschreitend, d. i. energisch wir-kende Muse thut dieß am kräftigsten, oft sehrgelinde und unbcmerket. Ein Gemahlde gehe ichvielleicht vorüber, und sehe es nicht; oder lasse, wasich bemerken sollte, mit Fleiß unbcmerket. Es spricht,sagt man, nicht zu mir: es stehet außer mir da. DerTon , der in mcin Inneres dringt, spricht oft auchwider meinen Willen zu mir; ein ungestümer, ob-gleich wohlthatiger Freund. In Kurzem hat er mich