I. Ueber Bild,
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I. Der Schall gebietet Aufmerk-samkeit; der Gesang weckt die Seele,und reißt das Herz an sich.
Woher der Unwille, den wir empfinden, wenneinen Gesang, oder irgend sonst die Vorstellung ei-nes Werks der Musen-Geschwätz unterbricht? Nichtetwa nur fühlen wir unsre Aufmerksamkeit widriggestört; wir empfinden cs allgemein, daß bei Unge-weihten die Kunst ihren Zweck nie erreiche. Das„Hinweg, unheilger Pöbel! ich hassedie Hst' womit sich der lyrische Dichter ankündiget,schwebt uns auf der Zunge, das wir mit dem ge-lindem „Duvets linZnis!" vertauschen. Die Ge-schichte Orpheus mit dem Cerberus kommt uns in'sGedachtniß.
Schon dies Gebot der Aufmerksamkeitrst eine Wohlthat der Musen. Aus unsrer Träg-heit, aus einem alltäglichen Gcdankenschlummcr wer-den wir erweckt, um eine fremde, höhere Stimmezu hören. Bisweilen kann uns dies unangeucbmftyn; sodann entferne man sich, und setze in belieb-ter Einsamkeit oder in Gesprächen seine Gcdanken-reihe fort. Auch meinen lyrischen Dichter lege mangütig aus der Hand, wenn in einer etwaunigenMißstimmung man eine fremde Stimme zu hörennicht Lust hat. Er erwartet ein freundliches,ein liberales und freies Gemüth, oderwenigstens eine Seele, die sich des Traums, dersie umhüllet, der Bürde, die auf ihr liegt, auteinige Augenblicke zu entheben bereit ist.