Dichtung und Fabel.
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ges, ehe sic sich ganz entfaltet; Alcaus undSapuho stehen als Muster seiner beiden Haupt-gatt ungen vor uns.
2.
Musik und Sprache nämlich, sofern sie Wet-ten bewegen, können dieses auf zwiefache Art thun,indem sie Empfindungen aufrcgcn, und daSGemüth gleichsam über sich selbsterheben, oder indem sie solche niederlegcnund besänftigen. Ein Drittes, daß die Em-pfindung schwebend erhalten wird, liegt inder Mitte, die aus den beiden Enden der Kunstvon selbst folget.
Zuerst also. Wenn mit jedem Gange der Töne,als einer Bewegung, eine Bewegung des G e-müths verbunden ist, so muß, wenn diese Tönein Intervallen au f wä r t s ste i g en, das Gcmüthmit ihnen steigen. Der Ton hat es aus seinemSchlummer geweckt, leise oder schrecklich; nur mußteauch das Schrecken, sofern es die Kunst gebraucht,in den Granzen der Kunst bleiben, und kein wildesGetümmel werden. Bey Hora; und den Griechenwerden wir sehen, wie bescheiden sie sich kühner An-fänge bedienen, indem sie ihren prächtigsten lyrischenTempeln Säulen und ein Portal vorbaun. Auchder Assect der Furcht, der leisen, immer wachsen-den Furcht mußte einen edleren Zweck haben, als daß