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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Ueber Bild,

Skolie blieb nicht bei dieser spielenden Jugendeinfalt;auch in Sylbenmaascn wand sie reichere Kränze,weil sie in Empfindungen zu reichern Gegenständenausstieg. Denn was besangen die Griechen in ihrenSkolicn nicht? Götter und Helden, Freiheit undFreundschaft, Tugend und Vaterland, Genuß desLebens, so wie Aufopferung, Beruf, Pflicht; Pflichtund Würde in allen einzelnen Bcrufsartcn undStänden. Götter und Helden wurden gepriesen;der Freund geliebt, getröstet, ermuntert; der Feindgehaßt, der Tyrann verfolget. Da sehe ich z. B.jenen Jüngling Kallistratus den Myrthcnzweig,(das gewöhnliche, an der Tafel umbergchende, Zei-chen des Saugers) ergreifen; und welche Anwendungmacht er von diesem Zweige?

In die Myrthe will ich mein Schwert verbergen,Wie Armodius und Aristogeton,

Die den Tyrannen niederstürzten,

Und Athen die Gesetzesgleichheit schenkten u. ft

In einem Volk, wo dergleichen Lieder Tafel-Impromptus waren, konnte wohl ein Insulaner,Alcäus, aufstehen, und die Schlachten, die ver-jagten Tyrannen, in volleren Tönen singen. Unter«mein Volk, wo die Liebe öffentlich verehrt ward,durfte auch Sappho die Glut ihres Herzens derLyra schenken.

III. Mit den öffentlichen Wettkämpfengelangten wir zur dritten Periode der lyri-sche» Kunst, von der wir künftig reden wer-den. Jetzt bleiben wir bei der Vlüthe des Gesan-