Dichtung und Fabel..
i55,
der Gcsanq antwortet dem mit ihm streitenden Echo,,und nähert sich dadurch der Strophe.
Die Skolien oder überhaupt die Lieberder Griechen, die sie nicht etwa nur beim Wein undder Tafel, sondern auch bei andern Gelegenheiten,fast bei jedem Geschäft des Lebens sangen, trugenzur höheren lyrischen Poesie noch mehr bei. Ausangenehmen, kurzen Eadenzcn entsprossen, (derenj.de Nation nach Art ihrer Sprache und Sitteneinige hat,! konnten unter dem griechischen, inson-deckest jonischen Himmel, und bei der Lebensweisedieser freien, fröhlichen, leichten Menschen sie nichtanders, als fröhlich ertönen. So halte ich z. B.das A n a kre o n t isch e Svlbenm a a s für Einevielleicht der ältesten griechischen Lieblingsweifen, obihm gleich ein spät, rer Dichter, der in ibm am glück-lichsten sang, den Namen gab. Es hat bei seinerlieblichen Einfalt cm so schönes Maas, sowohl zuAufstellung eines Bildes, als zum Ausdruck einerleichten, fröhlichen Empfindung, selbst wenn dieseam Witz und Scher; hinausgeht, daß ich es einenVe i l c h e n kr a n; der Lyra, dic IonischeBlume des Gesanges nennen möchte. DieNaivetät des Tejsschcn Greises, Munterkeit undEinfalt ist fein Charakter. — Aber die griechische
*) la Nauze. Abhandlung von den Liedern derGriechen, von Eb exr übersetzt, hinter Hage-dorns Oden und Liedern ist uns Deutschenelastisch worden.