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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

Wie die Natur ein doppeltes Geschlecht liebet:so führte man diesem Hcldcnmanne mit der Zeiteine Heldcnjungfrau, den Pentameter, zu;ibm gleichsam entnommen, und mit ausgezeichnetermTanz in leichterer Grazie ihm zugehörig. Der ernsteAnklang dieses Sylbenmaases, in der Mitte seinunerwarteter Stillstand, und dann in einem bestimm,teren Schwünge sein angenehmer Ausgang nähernibn schon dem lyrischen Fluge. Denn indem er diemaiestatische Breite des Hcramcters verengt und demOhr auffallender umschranket, auch einen Schlußhinter steh liebet: so entsteht zwischen ihm und dembercilchen Verse gleichsam eine Art Ehe, in welchersich Hoheit und Milde, Pracht und Gefälligkeit, inEmpfindungen gleichsam Freude und Leid paaren.In solchen Sylbenmaascn sangen Eallinus undTnrtäus sogar Schlacht- und Kricgsgesänge. *)Sie munterten zur Tapferkeit, zur Liebe des Ruh-mes, zum Leben und zum Tode füc's Vaterland an-dringend auf; nicht im Pauken- und Trompcten-schall, sondern von Flöten begleitet, in heroisch-sanftem, e l e g i sc h e n T o n e.

Der Jonische Mimnermus stimmte dieHel-den-Elegie zu weicheren Klagen hinunter. Er besangdie kurze Dauer der Jugend, der Freude, der

*) Sie sind einzeln und in größer» Sammlungen oftherausgegeben, auch vielfach übersetzt worden.S, Vollständige Sammlung aller Uebersetzungender Grieche» und Römer, Franks. 178b.