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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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I. Als eigentliche lyrische Wci'cn noch nicht er-funden waren, gebrauchte man den Hexameter,den ich nach seinen Hnuxtgestalten das Orp hi sc heund Homerische Sylben in a a s nennen möchte.Eine prächtige, vielumfassende Gesangweise; sie ver-einigt Umfang, Fülle, Verschiedenheit und Anmuth.Kein Gegenstand ist ihren Tönen zu hoch, keine Le-henswahrheit zu tief und gemein; mit großer Ein-falt, bei einem immer wiedcrkchrenden Ausgange,giebt sie jcdcni Bilde das rechte Maas, und istgleichsam eine gemessene A rea des Rhythm rrs.Ucbcr sie hinaus reicht nicht leicht das Ohr ohneVerwirrung; in ihr unterscheidet es jeden veränder-ten Tritt des Tanzes der Sylben.

In Hexametern also wurden die ersten Hym-nen gesungen; diese mochten Naturgegcnstände,oder die Geschichte und Thaten der Götter verkün-den. Dem Hymnus blieb der Hexameter auchvorzüglich eigen, ein heiligcr Choxtanz, der sichlangsam um die Altäre bewegte.

Indessen enthielt er in seinen vcrschicdncn Re-gionen. schon, den Saamen der schönsten Melodieender Lyxa, die ohne ihn so abwechselnd und wohl-klingend nicht entstanden wären. Viele spätere Ge-sangwciscn behielten ihn sogar noch als den Ehoran-führcr bei, und ließen ihm kleinere Verse nur folge».Sein Strom ist der Vater aller lyrischen Rache undStröme, die wir zuletzt als verschlungene Mäandererblicken werden. Heil dem Manne, der demOhrdiesenprächtigen A mbitus erfand! war cr Orpheus,so verdiente er, daß ihm die Bäume folgten.