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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

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H 0 mer gleich; auch wcnn er zu Scher-zen und zur Liebe h i n a b st ei g c t, fühltman in ihm den höheren Dichter."

Sappho, die Lcmdsmännin und ZeitgenassinAlcaus, besang die Liebe in allen ihren Freudenund süssen Quaalen.Ganz Feuer ist sie, sagtPlutarch, *) die Glut des Herzens flammt in ihrenLiedern." Und Horaz:noch athmet dieLiebe, noch leben die Flammen, diedas Lesbische Mädchen den Saitenvertraute. **)

Alcaus und Sa pp ho , der Lesbier und dieLesbierin, können uns also für Urbilder der Ode inihren beiden H a u p t g a t t u n g e n, der küh-nen und zarten Ode gelten; und hatten wir dieGesänge beider, (da wir von der Sappho nurwenig und von Alcaus beinahe nichts haben,) ***)so befassen wir wahrscheinlich den reinsten und schön-sten Kranz der griechischen Lyra.

Denn werfen wir ein Auge auf den Fort-gang der lyrischen Kunst bei diesem Volke;so zeigt uns dieser drei Perioden.

*) >1e ainors.

Ode 9. B. h.

***) Diese Reste sind in bekannten mehreren Ausga-ben hinter den lyrischen Dichtern, auch vonBrunk in der niedlichen Ausgabe des Ana-kreon, Strasb. 1786. 12. gesammlet.