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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
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I. lieber Bild,

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VI.

Aber wozu dies Alles? Welche Wirkung kanndie lyrische Dichtkunst in unfern Zeiten thun? welchenErfolg kann sie gewähren?

Uns ist ein Volk bekannt, dessen Hoffnung undGlaube auf Millionen menschlicher Gewütbcr inGegenden und Zeiten, die man die cultivirtcst.nNennen kann, den größesten Einfluß gehabt hat. EineReligion entstand in Judäa, die die Retterin desmenschlichen Geschlechts seyn sollte; woraus entstandsie? Aus Sprüchen alter Weissagungen, die derMund göttlicher Propheten ausgesprochen, und einePsalmcnstimme verewigt hatte. Jahrtau-sende hin hielt sich an sie die Hoffnung, der Glaube;und hält sich an ihnen noch. Man kann also sa-gen: selbst das Ehristentbum mit allen seinen unge-heuren Folgen ist durch die Stimme lyrischerPropheten entstanden, und hält noch fest andiesem Wort.

Wir kennen ein andres Volk, das ohne Wi-derspruch das cultivirteste der alten Welt war; wo-durch gelangte es zu diesem auf alle Jahrhundertewirkenden Vorzüge? Die Griechen waren einst wieandre Völker, ihre Sprache so roh, wie andre Spra-chen ; da stiegen Musen, da stiegen Götter hernie-der, und verfemten sie durch Eicher und Lnra.Mit Recht ist Orpheus Leyer unter die Sterneverletzt; sie hat mehr gethan, als Herkules Keule:sie machte den Unmenschen menschlich. Alle Genossen