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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
137
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Dichtung und Fadel.

fortwährende, weich sende Wirkung vonAnfänge des Stücks bis zu dessen Ende. Die Be-geisterung, die den Dichter vom Boden empor,ja über sich selbst hob, so daß er sich vergißt, undnur im Gegenstände lebet; die lyrische Weise,ein Anklang der Leycr Apolls, der ihm das Ohrrühret, daß er den Gesang der Muse zu hören glaubt,und ihre Töne nur wiederholet; sie werden ihn,wenn sie gefühlte Wahrheit sind, durch dasganze Stück begleiten, und jedem seiner Ausdrückedie unzerstörbare Form geben, die für diesen Ge-genstand jetzt, und für ihn allein gehöret. EinzelneRegeln hierüber vorzuschreiben, ist eben so vergeb-lich , als unmöglich. Jeder Gegenstand will nachsenicr Weise verkündigt werden; jedes Sylbenmaas,jede Hora desselben tragt ihr eigenes Saitcnspielrn den Händen. Der Gott in ihnen ist's, sagendie Dichter, der ihnen die Wege des Gesangszeigt, und sic durch die verschlungenen La-byrinthe der Harmonie hindurch geleitet.D. i. Einheit des Gefühls, anhaltende, stille AuHrmrkfamkeit, Durchdrungenheit von dem Gegenständeselbst, und innige Kenntniß dessen, was zum Vor-trage, zur Sprache gehöret; sie sind's, die denGesinnungen des Dichters den Adel, die Würde,die süße Anmuth, seinem Ausdruck den Ton, dengehaltenen Tact, die reiche Modulation geben, beideren fortwachsenden Wirkung die Seele sich zuletztangenehm befriedigt fühlet. Da wird, wie durcheine Schöpfung von inm.n hinaus, der Gesang mitjedem Wort, mit jedem Accent und Bilde ein ly-risches Ganzes, das den, der dafür einenSinn hat, eben sowohl als ein schönes Gcmahlde,