I. Ueber Bild
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oft rauschen, den Bach rieseln, den Donner krachengehört; Frühling, Sommer, Herbst, Winter,Mädchen, Wein, Liebe, Genuß sind in gemeinenVorstellungen so oft besungen worden, daß man anmancher Aufschrift des Gesanges schon qnug hat,und dem Dichter auch dre etwa cingestreueten neuenZüge gerne schenket. Selbst dem Hornz rückt manWiederholungen vor; und er war Horaz: er wie-derholt sich mit der schönsten Abwechslung über ei-nen Inhalt, von dem man nie gnug singen undsagen kann, über den fröhlichen, weisen Genuß desLebens, Meinem Dichter, dünkt mich, werde man(so arm seine nähere Welt gegen die Welt des Horazwar,'! diesen Borwurf nicht machen können. Erumfaßt viele, große, merkwürdige Gegenstände miteiner großen Seele; und an Formen der Eomposi-tion- an lyrischen Abwechselungen und Einkleidun-gen ist er so reich, als irgend kaum ein andrerDichter, Auch mit Rosen ist seine Leyer umkranzt;und das falsche Feierliche, die Mutter derEinförmigkeit und Langenweile, jener Ddengangim Reifrock auf klappernden Stelzenist ihm ganz und gar fremde.
V.
Sollen die Gegenstände der lyrischen Dichtkunst,jeder im schönstcnUmriß und Wohl-klan ge verkündigt werden, so hat dicß Werk seineRegel schon in sich. Energie heißt die Regel,